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Von der Attraktivitaet einer "fettigen Note"

11.05.2011 09:30  Von:: Parfum.de

Karl Lagerfeld bräuchte eigentlich nicht mehr zu arbeiten. Der Mann hat alles erreicht, er könnte sich bequem zurücklehnen und das Leben genießen. Aber Lagerfeld ist ein kreativer Mensch, er hat immer wieder neue Ideen und ist nicht der Typ, der sich auf die faule Haut legt. Es sei denn, er liest. Denn genau das macht der Modemacher ausgesprochen gern. So ist Lagerfeld nicht nur ein Gigant in der Modewelt, sondern auch Besitzer von rund 300.000 Büchern. Und er bringt selbst Bücher heraus. Wohl fast jeder Franzose kennt Lagerfelds Buchladen in der Rue de Lille Nummer 7.

Lagerfeld ist mehr als ein Freund des Buches. Er ist ein wahrer Fan. Er liebt nicht nur das Gefühl, ein Buch in den Händen zu halten, darin zu blättern, es zu streicheln. Er ist auch fasziniert vom Duft von Büchern. Deswegen hat er sich entschlossen, ein Parfum herauszubringen, das einen ganz speziellen Duft hat - den eines Buches. Karl Lagerfeld ist ein sehr praktisch veranlagter Mensch. Seine Bücher hat er waagerecht einsortiert, damit er beim Lesen der Buchrücken nicht immer den Kopf schieflegen muss. Aus rein praktischen Erwägungen ist auch die Idee für ein neues Parfum entstanden. In New York wird der Modemacher gemeinsam mit dem Verleger Gerhard Steidl einen neuen Buchladen eröffnen. Fast zeitgleich zu den Planungen dieses Buchladens blätterte Lagerfeld im neuen Katalog von Chanel. Der Duft des druckfrischen Katalogs stieg ihm in die Nase und führte zum Entschluss, dass dieser Geruch einmalig und außergewöhnlich ist.

So außergewöhnlich, dass Lagerfeld beschloss, ein neues Parfum zu kreieren. "Paper Passion" wird das Parfum heißen, das Lagerfeld von Geza Schön entwickeln lassen wird. Schön hatte bereits für die Duftreihe "Escentric Molecules" verantwortlich gezeichnet und bewiesen, stilsicher Düfte kreieren zu können. Schön selbst ist völlig begeistert von der Idee des Duftes eines Buches. Er hat auch schon genaue Vorstellungen, wie der Duft die richtige Note bekommt. So will er linolartige Gerüche verwenden, keinesfalls Blüten, nur synthetische Stoffe kommen für Schön infrage. Er denkt an eine gewisse "fettige Note" für den Duft.

Wenn Du an dem Duft interessiert bist, kannst Du Dich schon einmal darauf freuen, dass er mit einem Buch zusammen ausgeliefert wird. Die Idee ist in Anlehnung an den alten englischen Adel entstanden, der edle Whisky-Sorten in Büchern verstecke. Für Schön ist die Zusammenarbeit mit Lagerfeld und Steidl etwas ganz Besonderes. Er freut sich, mit "zwei Irren zusammenzuarbeiten", so Schön. Etwas ganz Besonderes wird ganz bestimmt auch "Paper Passion". Sonst wäre es nicht von Karl Lagerfeld.


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