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Hilfe & FAQ

Ist es richtig, dass bestimmte Düfte eine erotisierende Wirkung haben? Wie bewahre ich mein Parfüm richtig auf?

Gehören Sie zu den Menschen, die sich solche Fragen auch schon des Öfteren gestellt haben? Dann sind Sie hier absolut richtig! Nachfolgend finden Sie Antworten auf die häufigst gestellten Fragen zum Thema Parfüm.

Zitate Top-Parfümeure:
Christophe Raynaud: Ein Duft kann viel verändern. Er erlaubt Dir in eine andere Rolle zu schlüpfen. Yann Vasnier: Dein Leben kann ein Parfum zwar nicht verändern. Aber es kann Deine Persönlichkeit und Deinen Stil unterstreichen.

Was ist ein guter Duft?
Grundsätzlich gilt: Die Beurteilung eines Parfüms ist überwiegend eine Frage der persönlichen Vorliebe. So kann man sagen, ein Parfüm ist gut, wenn man sich in der auserwählten Duftatmosphäre wohl fühlt. In der Fachwelt der Düfte gibt es jedoch objektive Kriterien, zur Bewertung eines Parfüms. Ein harmonischer Duftablauf ist das A und O, d. h. Mit dem Geruchsauftakt der Kopfnote über die Herznote bis hin zur Basis entfaltet sich das Parfüm so, dass es nicht stufenweise auseinander fällt. Ein weiterer Aspekt stellt die lange Haftfestigkeit, also die Haltbarkeit im Duftablauf dar, welche man von einem guten Duft selbstverständlich erwarten darf. Doch die hohe Kunst der Komposition besteht darin so genannte Fixateure, zu deutsch Duftverzögerer, derart zu integrieren, dass schwerflüchtige und dadurch länger haftende Bestandteile die leichteren festhalten. Hierbei handelt es sich um natürliche Duftstoffe. Zu dieser Gruppe gehören sowohl Harze und Balsame als auch großmolekülige synthetische Riechstoffe. Wenn ein Parfüm dann auch noch sorgfältig gereinigt, dermatologisch unbedenklich sowie gut abgelagert ist, dann hat es das Prädikat „gutes Parfüm“ verdient!

Weshalb duftet ein Parfüm zu Hause anders als in der Parfümerie?
Da man sich zu Hause in einer eher duftneutralen Umgebung befindet, nimmt man die Nuancen eines Parfüms viel anders wahr, als an einem duftbelasteten Ort. Weitere Aspekte stellen die Unterschiede von Temperatur und Luftfeuchtigkeit dar. Vergessen Sie außerdem nicht, dass es bis zu einer halben Stunde dauern kann, bis sich der typische Duft eines Parfüms vollständig entwickelt hat.

Weshalb riecht Parfüm nicht bei jedem gleich?
Die Antwort: Jeder Mensch hat einen individuellen Eigengeruch, weshalb sich der aufgetragene Duft jeweils anders entfaltet. Ausschlaggebend für den unterschiedlichen Duft ist nicht nur die individuelle Hautbeschaffenheit, sondern auch Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. So können starke Geruchseinflüsse wie Zigarettenrauch oder Alkohol- und Schweißausdünstungen verhindern, dass der eigentliche Duftcharakter eines Parfüms auf der Haut erhalten bleibt.

Wie finde ich den richtigen Duft für mich?
Hier gilt die Devise: Wer suchet der findet! Um zu seinem persönlichen Lieblingsduft zu gelangen, muss man zuerst das ein oder andere Parfümfläschchen in der Hand gehalten haben. Wenn Sie nach der Phase des Probierens einen Duft für sich entdeckt haben, kristallisiert sich schon bald heraus, zu welcher Tageszeit, in welcher Konzentration oder auch zu welcher Gelegenheit Sie Ihr Parfüm am liebsten tragen. Es empfiehlt sich zu Beginn eine geringere Konzentration zu testen, so zum Beispiel ein Eau de Toilette Ihres Duftfavoriten.

Wie viele Parfüms kann man testen, ohne „duftblind“ zu werden?
Beim Parfümtest sollte mit leichten Düften begonnen werden, da die Nase bei dominanten, schweren Duftessenzen schneller ermüdet. Zudem sollte generell darauf geachtet werden, dass die jeweiligen Düfte weit voneinander entfernt aufgetragen werden. Grundsätzlich gilt die Faustregel: Wenn Sie ähnliche Parfümtypen beurteilen, verwenden Sie maximal drei Düfte, während Sie bei unterschiedlichen Duftcharakteren bis zu sechs Parfüms schnuppern können. Unser Tipp: Sobald Sie merken, dass Ihre Nase beginnt schlapp zu machen, nehmen Sie einfach einige Kaffeebohnen zur Hand und riechen an ihnen. Dadurch wird Ihr Sinnesorgan schnell wieder aufnahmefähig.

Wo trage ich Parfüm am besten auf?
Parfüm entwickelt sich im Allgemeinen am besten auf gut-durchbluteten, warmen Hautpartien. So ist es zu empfehlen, sein Duftwässerchen beispielsweise hinterm Ohr, auf den Handgelenkinnenseiten oder gar an den Schläfen aufzutragen. Als besonders guter Duftträger erweist sich außerdem frisch gewaschenes Haar sowie Kleider aus Naturfaser oder Pelz.

Weshalb riecht man sein eigenes Parfüm nach einiger Zeit nicht mehr?
Unsere Nase ist ein hochsensibles Sinnesorgan, welches sehr schnell ermüdet und sich an Gerüche gewöhnt. So kann unser Parfüm von anderen durchaus stark wahrgenommen werden, obwohl wir selbst denken, der Duft sei schon längst verflogen. Da man nach längerer Verwendung ein und des selben Dufts ohnehin zur Überparfümierung neigt, wäre es ratsam sein Parfüm öfter einmal zu wechseln. Übrigens betitelt man den einkehrenden Zustand der verminderten Wahrnehmung eines Dufts in der Fachsprache „Adaption“.

Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff „Duftablauf“?

Der Duftablauf der meisten Parfüms wird in drei Phasen eingeteilt.

Kopfnote:
Innerhalb weniger Minuten nach dem ersten Auftragen eines Parfüms nimmt man die sogenannte Kopfnote wahr, die den maßgebenden Eindruck des Dufts vermittelt. Für gewöhnlich werden für diese erste Phase leichtflüchtige Stoffe verwendet, die dem Parfüm eine frische Note verleihen.

Herznote:
Den eigentlichen Charakter eines Parfüms bildet die Herznote, welche nach Verflüchtigung der Kopfnote zur Geltung kommt. Man bezeichnet die zweite Phase auch als Mittelnote, die oftmals geprägt wird von Blütennuancen, kombiniert mit anderen Aromen. Hier kommen Duftstoffe mit mittlerer Verflüchtigung zum Einsatz.

Basisnote:
Inhalt des letzten Teils des Duftablaufs sind schwere sowie langhaftende Bestandteile, also Stoffe mit sehr langsamer Verflüchtigung. Wir sprechen hierbei von dem Fond eines Dufts, den man in der Parfüm-Fachsprache als Basisnote bezeichnet.

Gibt es Parfüms, die eine erotisierende Wirkung haben?
Sicher ist: Erotisierend wirkt der angenehme Duft einer reizvollen Person alle Male! Allerdings ist es dabei egal, welches Parfüm er oder sie trägt. So kann man Parfüm nicht mit einem Aphrodisiakum gleich stellen. Jedoch lösen schwere, warme Duftnuancen eher ein Gefühl von Intimität und Nähe aus als frische und/oder fruchtige Parfüms.

Besteht jedes Parfüm aus gleich vielen Substanzen?
Nein. Es gibt sowohl Duftkreationen bestehend aus 70 bis 80 Stoffen, als auch aus mehreren hundert. Hierbei ist es ein Trugschluss anzunehmen, ein Duft sei um so besser, je höher die Anzahl an Substanzen.

Können Düfte Einfluss auf unsere Stimmung nehmen?
Absolut! Wenn die Stimmung im Büro oder Zuhause alles andere als angenehm ist oder Sie sich schlapp und antriebslos fühlen, sollten Sie das nächste Mal zu Ihrem Duftfavoriten greifen! Da unser Geruchssinn in direktem Zugang zum Limbischen System steht, welches der Teil des Gehirns ist, in dem Gefühle gesteuert werden, nehmen Düfte direkt auf unsere seelische Welt Einfluss. So kann eine wohlwollende Duftatmosphäre auf uns beispielsweise vitalisierend und entspannend wirken aber auch aufheiternd und entkrampfend.

Wie bewahre ich mein Parfüm richtig auf?
Parfüm ist hitze- und lichtempfindlich, weshalb man es idealerweise an einem dunklen, gleichzeitig kühlen Ort lagert. Auch Feuchtigkeit hat eine negative Wirkung auf Parfüm. Dementsprechend haben diese wertvollen Wässerchen nichts im Badezimmer verloren! Im schlimmsten Falle wird der Duft des Parfüms von den genannten Faktoren beeinträchtigt, dieser kann sogar verfliegen.

Weshalb sollte man niemals mehrere Düfte gleichzeitig benutzen?
Indem man mehrere Parfüms zugleich benutzt zerstört man den typischen, individuellen Charakter eines Dufts. Auf diese Art und Weise kann man einen harmonischen Duft in eine Art Stinkbombe verwandeln, was keinesfalls in Ihrem Interesse läge. Daher sollte man sich für lediglich eine Duftkreation entscheiden.

Wie lange ist Parfüm haltbar?
In verschlossenen Flakons ist Parfüm 1-2 Jahre haltbar. Wurde das Fläschchen bereits geöffnet, so sollte man es schnellst möglich aufbrauchen. An sich wird Parfüm nicht schlecht, es ändert „lediglich“ Duft, Konsistenz und Farbe. Ein weiteres Zeichen für die Überschreitung der Haltbarkeit ist ein harziger, saurer Geruch, der beim Öffnen des Flakons freigesetzt wird. Wenn dieser Zustand bereits eingetreten ist, kann auch die Zugabe von Alkohol das Parfüm nicht mehr retten.

Wie verwendet man welches Parfüm?
Hier gilt der Leitsatz: Weniger ist mehr! Je objektiver die Umgebung oder der Anlass, desto unaufdringlicher sollte man sich parfümieren. Hier bieten sich vor allem leichte Düfte an. Eau de Cologne oder auch Eau de Toilette eignen sich aufgrund Ihrer leichteren Intensität für den Tag, hingegen darf man abends gerne zum Extrait greifen. Bei der Wahl des Parfüms stellt auch die Jahreszeit ein wichtiges Kriterium dar: So sind im Winter eher schwerere Düfte angesagt. Im Gegensatz dazu trägt man im Sommer automatisch Duftlinien mit blumiger, frischer sowie spritziger Note. Jedoch geht es in erster Linie um den Geschmack jedes Einzelnen – denn es gibt nichts Unangenehmeres als das Tragen eines Duftes, den man nicht riechen kann!

Weshalb sind Parfüms teilweise so teuer?
Die hohen Parfümpreise sind überwiegend auf die teuren Rohstoffe zurückzuführen. So haben insbesondere tierische Duftelemente sowie Blütenöle bester Qualität ihren Preis. Zudem darf nicht vergessen werden, dass zwischen dem Herstellungsstart und der Vollendung einer Duftkreation oft Jahre liegen. Aber auch die schicken Flakons, hinter denen meist ein unglaublich aufwendiges Design steckt und dadurch sehr viel Arbeit, zahlt der Verbraucher insgeheim mit.

Ist es möglich, sich sein eigenes Parfüm zu mischen?
Wenn auch viele Internetangebote locken: Nein, man kann sich nicht ein Parfüm selbst mischen. Ein Parfüm besteht aus den verschiedensten Inhaltsstoffen, die perfekt miteinander harmonieren. Jeder Laie würde bereits bei der Beschaffung dieser scheitern. Bei den erwähnten individuellen Parfüms, welche man aus dem Internet beziehen kann, handelt es sich um fertige Duftkompositionen. Je nach Wahl werden diese Wässerchen dann nochmals gemischt. Über das Ergebnis lässt sich letzten Endes streiten.

Was bedeutet die Angabe fl.oz. auf dem Parfüm-Flacon?
Bei der Angabe fl.oz., was ausgesprochen fluid ounce bedeutet und zu deutsch Unze heißt, handelt es sich um die übliche Maßeinheit von Parfüm. Eine Unze entspricht exakt 29,5729 ccm, also nicht ganz 30 ml.

Wer kreiert eigentlich Parfüms?
Düfte gibt es unzählige – doch wer steckt eigentlich hinter einem Parfüm? Es gibt etwa 2000 Personen weltweit, welche die Berufsbezeichnung „Parfümeur“ tragen. Grundvoraussetzungen für die Ausübung dieses kreativen Berufs ist neben einer sinnlichen Erlebnisfähigkeit und einem ausgeprägten Geruchssinn, musische Begabung. Eine der renommiertesten Ausbildungsstätten für Parfümeure befindet sich in Versailles, Frankreich, und nennt sich ISIPCA, was ausgesprochen „Institut Supérieur International du Parfum de la Cosmétique et de l’Aromatique Alimentaire“ bedeutet. Wer die außerordentlich anspruchsvolle Aufnahmeprüfung besteht, durchläuft anschließend eine etwa 3-jährige Ausbildung. In Deutschland stellt der Parfümeur übrigens kein geregeltes Berufsbild dar. Zu den angesehensten Nasen unserer Tage zählt Edmond Roudnitska, der immer wieder für Christian Dior kreierte. Auch Namen wie Jacques Polge (Chanel, Coco Mademoiselle), Alberto Morillas (Giorgio Armani, Aqua di Gio) sowie Annick Menardo (Hugo Boss, Boss) gehören u. a. zu den bedeutendsten Persönlichkeiten in der Branche.

Wann und von wem wurde das erste Parfüm kreiert?
Das Jahr 1714 schreibt das Geburtsjahr des Parfüms. So entwickelte Herr Johann Maria Farina das Eau de Cologne. Knapp ein Jahrhundert später, also 1804, wurde das berüchtigte 4711 Echt Kölnisch Wasser von Mühlhens kreiert.