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Auch im Osten gab es viel zu riechen

23.03.2011 07:30  Von:: Parfum.de

Wer glaubt, in Ostdeutschland habe es kein Parfum oder nur einige wenige Sorten gegeben, der lasse sich von der passionierten DDR Parfum Sammlerin Kerstin Zimmermann eines Besseren belehren. Was einst als eine kleine Sammler Leidenschaft begann, ist bis heute zu einer ansehnlichen Sammlung von mehr als 1000 Flakons angewachsen, die sich auf einem Dachboden im sächsischen Radebeul befindet.

Auch wenn es so mancher nicht wahrhaben will, auch im früheren "Dunkeldeutschland" wie der Osten der Republik gern abwertend bezeichnet wurde, hat es Parfum gegeben. Und das gar nicht mal so wenig. Vielleicht mochte man im Arbeiter- und Bauernstaat das Wort Luxus etwas anders verstehen als in Westdeutschland, doch beweisen die über 1000 Flakons DDR Parfum, die die Radebeulerin Kerstin Zimmermann zusammen gesammelt hat, dass auch hier kräftig geduftet wurde. Wie Kerstin Zimmermann erklärt, soll es zwar so gewesen sein, dass die Frauen in der DDR unabhängig gewesen waren, arbeiten gingen und es nicht nötig gehabt hätten, den Männern zu gefallen. Doch irgendwo müssen sie ja herkommen, die mehr als 100 Sorten DDR Duft, die die Sammlerin bis heute zusammen getragen hat.

Statt den Frauen sollen sich in der ehemaligen DDR vielmehr die Männer in eine Duftwolke aus Rasierwasser gehüllt haben. Die faszinierende Vielfalt, die die Sammlerin auf ihrem Dachboden in ihrem ganz privaten Museum beherbergt, trägt so verheißungsvolle Namen wie Indisch Lotus oder Japanische Kirschblüte. In den späteren Jahren der DDR hingegen sei man von Bezeichnungen, die den Freiheitsdrang der Menschen anheizen könnten, eher abgekommen, erklärt die passionierte Parfum Sammlerin, die auch selbst hin und wieder ein Flakon zum Schnuppern öffnet. So sei man dann zum Beispiel auf Blumennamen und menschliche Namen gegangen, auch wenn die nur schwer mit Luxus zu verbinden seien. Wer mal von den Düften "Schwarzer Samt"oder auch "Casino Deluxe" nebst vielen anderen Duftkreationen ein Näschen nehmen möchte und dabei auch dufttechnisch in Ostalgie Laune schwelgen will, der kann ja mal bei Kerstin Zimmermann vorbeischauen und dabei auch ihre Rasierwässer und Seifen begutachten, die die Radebeulerin neben ihren vielen Parfums aufbewahrt hat.


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