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Forscher entwickeln das optimale Parfüm für eine Partnerwahl

28.01.2013 07:30  Von:: Parfum.de

Parfüm ist nicht nur ein sinnlicher und betörender Duft - Parfüm ist auch ein Stoff, der auf die individuellen Körperempfindungen abgestimmt ist. Nun ist Forschern aus der Bundesrepublik eine geradezu sensationelle Entdeckung gelungen - sie haben ein Parfüm entwickelt, dass den Körpergeruch des Partners betont. Zehn Jahr nach Forschungsbeginn sprach Thomas Boehm, Leiter des Max-Planck-Institutes für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg, von einem "Grenzbereich zwischen Immunbiologie und Verhalten".

Individualgeruch aus dem Tierreich genutzt

Nach Erkenntnissen der Wissenschaftler wird die Partnerwahl maßgeblich über den Individualgeruch des Partners bestimmt. Aus dem Tierreich sei bekannt, dass Tiere über ihren Körpergeruch signalisieren würden, welche Immungene sie besitzen würden. Je optimaler das zu einem potenziellen Partner passe und bei auf diese Weise immun gegen Krankheitserreger mache, desto größer seien die Chancen für eine Paarung. Bei Mäusen, Fischen und Vögeln sei dieses Verhalten bereits vor Jahrzehnten nachgewiesen worden. Auch wenn die menschliche Körperstruktur wesentlich komplexer sei, so wird die Partnerwahl dem Leiter der Studie, Thomas Boehm, zufolge ganz wesentlich auch durch das Erriechen des Partners abgewickelt.

30 Studentinnen testeten Gerüche

Im Zuge ihrer Studie hatten die Wissenschaftler rund 30 weiblichen Studenten verschiedene Parfüms angeboten. Auffällig war, dass sie sie sich überwiegend für jenes Parfüm entschieden, das ihrem eigenen Körpergeruch entsprach - schließlich wird der als angenehm und wohltuend empfunden. Schließlich gelang dem Forschungsteam der Nachweis, dass sich Frauen nach intensiver und aufwendiger Suche vor allem für jene Parfüms entscheiden, die ihrem Körpergeruch am nächsten kommen. Dass die Wahrnehmung kein Zufall ist, sondern durch das Gehirn auch verarbeitet wird, ist nun ebenfalls wissenschaftlich gesichert worden. Im mittleren Bereich der rechten vorderen Hirnrinde gibt es Boehm zufolge ein kleines Areal, das darauf ansprang, wenn eine Probandin ihr eigens Peptid wahrnahm.

Erkenntnisse sind marktreif für die Industrie

Mit den neuesten Erkenntnissen werden auch der kommerziellen Parfümherstellung gänzlich neue Möglichkeiten eröffnet. Der Leiter der Studie ist überzeugt, dass nun neuartige Parfüms kreiert werden können, die den individuellen Körpergeruch verstärken. So würde potenziellen Partnern die Zusammensetzung der HLA-Immungene signalisiert. Obwohl vollständig biologisch wirksam, könnten die neuen Düfte vollständig synthetisch hergestellt werden. Das Verfahren bezeichneten die Wissenschaftler als marktreif. Allerdings gebe es noch keine konkreten Pläne für eine Serienproduktion durch Parfümhersteller.


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